Die Geschichte der Pfarrei Nickenich *

1.Die Entstehungs- und allgemeine Geschichte der Pfarrei Nickenich

Römische Legionäre und Kaufleute haben die erste Kunde von der christlichen Religion in unsere Heimat gebracht. Nur langsam fasste das Christentum Boden, denn zäh hingen die Einwohner am heidnischen Götterglauben. Zwar bestand schon um das Jahr 300 in Trier, der damaligen Kaiserresidenz, eine Christengemeinde, und im 4. Jahrhundert verkündeten an der Mosel und auf dem Maifelde die heiligen Kastor und Lubens die Heilslehre. Doch von einer allgemeinen Ausbreitung des Christentums kann man erst zur Zeit der Franken reden, die im 6. Jahrhundert, dem Beispiele ihres Königs Chlodwig folgend, zur neuen Religion übertraten. Im 7. Jahrhundert entstanden in unserer Gegend bereits die ersten Pfarrkirchen, zumeist von den merowingischen Königen und den ältesten Klöstern gestiftet. Davon sind vorzüglich zu nennen die Pfarrkirchen in Andernach, Münstermaifeld, Nachtsheim, Ochtendung, Polch und Rübenach. Diese Kirchen waren Mittelpunkte sogenannter Großpfarreien, die mehrere Orte umfassten. In den folgenden Jahrhunderten zeigte sich der grundherrliche Adel als besonderer Förderer des Kirchenbaues, indem er auf seinem freieigenen Grund und Boden sogenannte Eigenkirchen errichtete. Aus dem Eigenkirchenrechte, das dem Grundherrn volles Verfügungsrecht über die Kirche gab, leitet sich das Patronatsrecht her, das Recht, die Pfarrstelle zu besetzen und gegen Besoldung des Geistlichen die Pfarreinkünfte an sich zu nehmen. Eigenkirchen sind auf dem Maifelde häufig gewesen, ohne Zweifel geht auch die Pfarrkirche von Nickenich auf eine solche zurück.

Wann und von wem ist nun die Pfarrkirche zu Nickenich gestiftet worden? Mit unbedingter Sicherheit lassen sich die Fragen nicht beantworten, wohl aber können wir darüber große Wahrscheinlichkeit erzielen. Die Kirche („ecclesia“) zu Nickenich ist erstmalig in einer Urkunde des Papstes Alexander II. vom 5. Mai 1069 erwähnt. Aus dieser erfahren wir, dass der Bischof Udo von Toul, dessen Familie einst in Nickenich ansässig bezw. begütert war, dem Kloster St. Salvator zu Toul vor diesem Jahre „ein Viertel der dem hl. Maximin geweihten Kirche zu Nickenich (Nethenis)“ und ein freieigenes Grundstück von 14 Hufen (etwa 400 Morgen), „so wie er das alles von Vater oder Mutter ererbt“ habe, geschenkt hat. Daraus ergibt sich, dass bereits Udos Eltern im Besitze von nur einem Viertel der Nickenicher Kirche waren, das Patronatsrecht also schon unter mehrere Personen geteilt war. Da nun das Patronatsrecht aber, wie oben gesagt, eine sekundäre Erscheinung ist und sich etwa so entwickelt hat, dass von dem ursprünglich in der Hand des Eigenkirchenherrn ruhenden Besitzrechte einzelne Teile durch Vererbung oder Schenkung in den Besitz anderer Personen gelangt sind. So dürfen wir mit Recht annehmen, dass die Gründung der Nickenicher Pfarrkirche als Eigenkirche bereits im 10., wenn nicht schon im 9. Jahrhundert erfolgt ist. Bezüglich der Person des Gründers können wir nur sagen, dass er einem Adelsgeschlechte der Gegend angehörte, das mit Udos Familie verwandt war.

Wie lange das Kloster St. Salvator zu Toul im Besitze des Patronatsrechtsanteils geblieben ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Sehr wahrscheinlich haben die Mönche noch im 13. Jahrhundert ihren Anteil an den Trierischen Erzbischof abgetreten. Der Erzbischof Boemund erwarb 1295 auch den Kirchenanteil der Ritter Meinfelder von Nickenich, und im Jahre 1335 wusste Erzbischof Balduin endlich den Ritter Wilhelm von Dadenberg zum Verzicht auf seine Rechte zu bewegen, so dass also der erzbischöfliche Stuhl von Trier freier Besitzer der Pfarrkirche zu Nickenich wurde. Der damalige Trierische Erzbischof Balduin (1307-54), der Bruder des deutschen Kaisers Heinrich VII. von Luxemburg, schenkte 1335 die Kirche dem Karthäusderkloster St. Alban bei Trier, das der große Kirchenfürst besonders liebte

*Aus dem Heimatbuch von Dr. Carl Wilkes, verf. 1925

(Inkorporation). Diese Inkorporation der Pfarrei wurde am 29. November 1387 von Papst Urban VI. bestätigt und der Abt Rorich von St. Maximin zu Trier mit der Ausführung derselben betraut, der den Auftrag am 28. Januar 1388 ausführte. Seit der Zeit ist die Karthause im Besitze der Pfarrkirche geblieben bis zur Säkularisation (1802).

Filiale von Nickenich blieb lange Jahrhunderte hindurch die um 1350 erstmalig als solche bezeichnete Kapelle Wassenach. Wassenach wurde erst 1844 selbständige Pfarrei, obwohl die dortige Kirche schon 1736 Pfarrcharakter besaß, da Osterkommunion dort gehalten wurde und auch schon ein Sendschöffenkollegium daselbst bestand. Von der Franzosenzeit an war auch Eich eine Zeit lang Filiale von Nickenich. Als Vikarie bestand es schon im 11. Jahrhundert, 1353 erscheint es als Pfarrei. Durch königliche Kabinettsorder vom 28. Juli 1836 wurde es als Pfarrei wiederhergestellt.

Innerhalb der Pellenz war Nickenich die erste selbständige Pfarrei. Verwaltungsrechtlich gehörte es zu dem großen Landdekanat Ochtendung, das um 1800 77 Pfarreien umfasste. Mehrere Nickenicher Pfarrer waren Dechanten dieses Kapitels, nämlich Pfarrer Matthias Borch (ca. 1570-1575), Jakob Bernardi aus Dreis, Kr. Wittlich (1639-1655), der auch das mit lateinischer Stiftungsinschrift versehene sog. „Pestkreuz“ zu Nickenich errichten ließ (1648), und Pfarrer Joh. Georg Pitzbach aus Niederlahnstein (1676-1700).

Durch die Inkorporation der Pfarrkirche gingen alle Rechte an derselben an die Karthause über. Der Prior des Klosters ernannte von nun an die Pfarrer, denen er ein bestimmtes Einkommen aus dem sog. Zehnt zukommen lassen musste. Zur Zehntleistung an die Pfarrkirche waren alle Grundstücksinhaber des Pfarrbannes verpflichtet, und zwar erstreckte sich dieselbe auf alle Erzeugnisse des Bodens (Getreide-, Wein-, Kartoffelzehnt) wie auf das Vieh. Noch heute erinnert zu Nickenich die „Zehntgasse“ (früher (1670) Karthäuserstraße genannt) an jenen Brauch vergangener Zeiten. Aus dem Zehnten erhielt der Pfarrer sein Gehalt, das in der Inkorporationsurkunde mit 16 Malter Korn, 12 Maltern Gerste, 12 Maltern Hafer, 2 Maltern Bohnen und einem Fuder Wein außer dem Widdum und den Einkünften aus kirchlichen Funktionen angegeben war (1335), in der Folgezeit jedoch erhöht wurde. An den Gemeinderechten (Holzrecht, Weiderecht) hatte der Pfarrer Anteil, von gemeindlichen Lasten war er aber befreit, so z.B. von der Erhaltungspflicht der Wasserleitung und den Einquartierungslasten. Nur die Unterhaltung des Chors der Kirche war Sache der Karthause, sonst wurde die Kirche von der Gemeinde bezw. der Kirchenfabrik unterhalten. Schon sehr früh begegnet uns in Nickenich neben dem eigentlichen Pfarrer (plebanus-Leutpriester) ein Kaplan; der in der um 1350 angelegten Generlsteuerliste des Trierischen Klerus erwähnte „Vikar“ wird wohl schon als solcher anzusehen sein. Die Nickenicher Kapläne verwalteten oft die Filiale Wassenach mit, wofür sie vom Pfarrer jährlich 100 Taler erhielten. Dasselbe taten einige der Nickenicher Frühmesser, wie z.B. die Frühmesser Valerius Lanser (1611-18), Eucharius Peltzer aus Niederemmel (Mosel), der 20 Jahre lang Filialverwalter war und später wegen seines Alters und des beschwerlichen Weges, da er zur Winterzeit oft, „durch den Schnee habe gehen müssen bis an die Arme“, die Stelle aufgab, endlich Joh. Engel aus Gladbach bei Neuwied (+1813). Zuweilen wurde aber die Verwaltung Wassenachs auch einem Karmeliterpater aus Tönnisstein übertragen, der dafür jedoch ein Entgelt von nur 60 Talern erhielt.

Das heutige Pfarrhaus, zu dessen Unterhaltung allgemein die Gemeinde verpflichtet war, wurde 1754 errichtet, als das alte Haus, das 1569 und 1670 gründlichen Reparaturen unterzogen worden war, verfiel.

 

2. Die alte Pfarrkirche und die Gramannskapelle

Wir werden im Laufe der Zeiten drei Kirchenbauten in Nickenich anzunehmen haben. Davon dürfte die im 9. Oder 10. Jahrhundert errichtete Eigenkirche eine Kapelle in kleinem Ausmaße gewesen sein; wir wissen jedoch nicht, ob oder wie lange sie stehen blieb. Sie wurde vermutlich im 12. Jahrhundert durch eine größere ersetzt. Dieser zweite Kirchenbau soll uns im Folgenden beschäftigen. Es sei jedoch schon vorweggenommen, dass die heute noch stehende Kirche im Jahre 1842 unter dem damaligen Pfarrer Metz nach den Plänen des kgl. Bauinspektors von Lassaulx zu Koblenz begonnen und 1849 von dem Trierer Bischof Wilhelm Arnoldi eingeweiht worden ist.

Der zweite Kirchenbau wurde auf den Resten einer römischen Villa angelegt. Von ihr ist heute nur noch der Glockenturm erhalten, allerdings nicht mehr in der ursprünglichen Gestalt. Die bei der Rheinischen Provinzialdenkmalpflege in Bonn erhaltenen Grund- und Aufrisse der Kirche gewähren ein ungleich reizvolleres Bild als der heutige (dritte) Bau. Die Kirche zerfiel in ein Hauptschiff mit dem Chor und ein kleineres, nördlich angefügtes Nebenschiff mit der neben dem Chor befindlichen Sakristei. An der Südseite war zwischen einem der beiden Eingänge und dem Chor die Luzia-Kapelle (Gramanns-Chörchen) angebaut. Der Grundstil der Kirche war romanisch, der Chor spätgotisch, ebenso das Gramanns-Chörchen, dessen einziges Fenster geschmackvolles Maßwerk zierte. Zwei freistehende Pfeiler vermittelten den Übergang von Haupt- und Seitenschiff, eine kleine Treppe verband Schiff und Chor in unmittelbarer Nähe der Luziakapelle. Die Innenmaße von Hauptschiff und Chor zu Hauptschiff und Nebenschiff standen im Verhältnis von etwa 65:40 rheinischen Fuß. Zweifellos ist die Kirche in dieser Gestalt nicht ursprünglich. Aber wie wir weder die genaue Zeit der Erbauung noch den Baumeister kennen, so sind auch Nachrichten über Umbauten kaum vorhanden. Der Baustil weist den Chor in die Zeit von 1350-1500; um die Wende des 15. Und 16. Jahrhunderts entstand auch die Luziakapelle. Das kirchliche Visitationsprotokoll vom Jahre 1616 bezeichnet die Bauten als „in gutem Zustande“ befindlich. 1739 wurde der Nordflügel der Kirche umgebaut. 1762 das Dach des Kirchenturmes in seiner heutigen Gestalt errichtet. Es war im Februar dieses Jahres vom Sturm abgedeckt worden und wurde mit einem Kostenaufwand von 700 Gulden erneuert. 1788 war zur Erweiterung der Kirche der Abbruch des Gramanns-Chörchens geplant, doch kam das Projekt wegen der damaligen unruhigen Zeitläufe nicht zur Ausführung. So blieb denn die alte Kirche unverändert stehen bis zum Jahre 1842, wo eine Erweiterung nicht mehr zu umgehen war.

Die alte Pfarrkirche hatte fünf Altäre, mit dem Altar in der St. Luziakapelle also deren sechs. Der von den Karthäusern gestiftete Hochaltar war der Mutter Gottes geweiht. Er war aus Holz, vergoldet und bemalt und trug ein Bild der Himmelfahrt Christi (1770), an dessen Stelle sich früher ein solches der hl. Maria mit dem Jesuskinde befunden hatte. Zu Anfang des 18. Jahrhunderts wurde ein neuer Hochaltar errichtet, der der hl. Maria und dem hl. Arnulfus geweiht war.-Der Arnulfusaltar wird erstmalig 1440 gelegentlich einer Stiftung der Elisabeth Specks, Gemahlin des Ritters Engelbert von dem Weiher, erwähnt. Er stand „zwischen Chor und Schiff mitten in der Kirche“ und wurde 1716 entfernt, um im Hochaltar aufzugehen. – Der Altar des hl. Nikolaus, des zweiten Patrons der Nickenicher Pfarrkirche, wird zuerst 1469 erwähnt und war vielleicht eine Stiftung des Priesters und späteren Karthäuserpaters Arnold Licht. – Der Anna-Altar, erwähnt 1500, ist bekannt durch Stiftungen des Ritters Heinrich von Sötern und seiner Gemahlin Adelheid Meinfelder. – Für den Sebastianus-Altar, der 1603 genannt ist, macht die Gemeinde im Jahre 1667 eine Stiftung und gelobt zugleich dem hl. Sebastian, dessen Fürbitte man das gänzliche Verschontbleiben von der Pest zuschrieb, den 20. Januar als Feiertag.

Der Glockenturm der alten Pfarrkirche steht heute noch. Er birgt drei alte Glocken, deren Kunstwert sie von der Beschlagnahme während des Krieges bewahrte. Die älteste derselben ist zeitlich nicht fixierbar; sie hat eine sehr alte Form und mag noch in der ersten Kirche gehangen haben. An ihrem oberen Rande hat sie zwei ornamentale Schnüre, an den vier Seiten ein Kreuz. Die Marienglocke wurde 1490 in der Werkstätte des Meisters Klas von Enen (bei Grevenmacher i. Luxemburg) gegossen. Sie trägt die Inschrift: Maria haißen ich, Clas von Enen der gos mich. MCCCCLXXXX. Die Inschrift der Arnulfusglocke lautet: SANCT ARNOLFUS HEISSEN ICH – ZUM DEINST GOTS ROFEN ICH – DE DOTEN BEKLAGEN ICH – DU SUNDER BEKIR DICH – SO GIEBT DIR GOT SEIN EWIG RECH – ANNO 1589 – HENRICH VON COELLN, JOHANNES ERANCK PASTOR , HENRICH THURBAN MEISTER GEHART ENGEL HEMBURG; ADAM KOENING. Die kleine Sebastianusglocke, die ein Raub des Weltkrieges wurde, trug folgende Inschrift: S. Sebastiane, ora pro nobis. M Haud, Pastor. Durch Feuer und Flamm bin ich geflossen, Meister Jakob Hilden von Cöllen hat mich gegossen. Servatius Wolf Bürgermeister. Anton Betzing, Jakob Roßbach, Geschworene 1765.

Mehrere der in Nickenich ansässigen Adelsfamilien hatten in der Kirche Begräbnisrecht. Grundsätzlich war der Chor derselben den Karthäusern und den Pfarrern vorbehalten, der Adel auf das Schiff beschränkt. Schon die Generalsteuerliste des Trierischen Klerus (um 1350) erwähnt ein Erbbegräbnis in der Nickenicher Pfarrkirche; wir wissen aber nicht, wessen sterbliche Überreste es barg.

Nach Ausweis eines in den Nickenicher Sterberegistern enthaltenen Verzeichnisses ruhten in der Pfarrkirche zu Nickenich folgende Adelspersonen: Richard Gramann, + 1418; Werner Schilling von Lahnstein, + 5. Dez. 1597; Adolf Schilling von Lahnstein, + 11. Febr. 1582; Maria Sophia Brömser von Rüdesheim, + 17. Nov. 1649. In der Gramannskapelle war der Freiherr Lothar Ferdinand von der Leyen, + 11. Jan. 1662, beigesetzt. Die Familie von der Leyen hatte das Begräbnisrecht in dieser Kapelle am 20. Nov. 1649 von dem Ritter Joh. Ludwig Muhl von Ulmen, einem der Gramannschen Erben, erworben. Unter dem 21. April 1683 übertrug Franz Anton Muhl derselben Familie auch das Patronatsrecht über die Kapelle. Nach dem Aussterben der von der Leyen zu Nickenich gingen alle Rechte auf die Freiherren von Bürresheim über. Zu Ende des 18. Jahrhunderts war sie Aufenthaltsraum des Kirchenchors.

Am Ende der Geschichte der Nickenicher Pfarrkirche ist noch zweier Stiftungen (Bruderschaften) zu gedenken, die bis heute fortbestehen. Es sind dies die Arnulfusbruderschaft und die Sebastianus-Schützengilde. Die Arnulfusbruderschaft ist um 1430 von Nickenicher Adligen zu Ehren der Mutter Gottes, des hl. Arnulfus, aller Heiligen und zum Troste der Verstorbenen errichtet worden. Unter den Stiftern und Förderern befanden sich die Familien von Dadenberg, Meinfelder, Ulmen, v.d. Leyen, Heimersheim, Metternich, Sötern, Kolb von Wassenach, von (dem Weiher zu) Nickenich, Boos von Waldeck, Braunsberg, Burscheid, Pyrmont, Gramann, Kaldenborn u.a. Die Bruderschaftsregeln waren kurz folgende: Leiter war der jeweilige Pfarrer, dem zwei Brudermeister zur Seite standen, die alle zwei Jahre neu gewählt wurden und über das religiöse Leben der Mitglieder zu wachen hatten. Beim Eintritt in die Bruderschaft wurde ein Goldgulden erhoben, von dessen Zahlung Minderbemittelte jedoch frei waren. Beim Tode eines der Mitglieder läutete der eine Brudermeister die Totenglocke (Arnulfusglocke) und rief damit die Lebenden zum Rosenkranzgebet für den Verstorbenen. An der Totenmesse teilzunehmen und den Toten zum Friedhof zu begleiten war Pflicht; der jüngere Brudermeister trug dabei die Bruderschaftsfahne, andere Mitglieder die vier Bruderschaftskerzen. Für alle Verstorbenen Mitglieder wurden jährlich vier Messen gelesen. Wiederholte Vernachlässigung der Bruderschaftspflichten zog Geldstrafen, unter Umständen auch Ausschluss nach sich. Die Namen aller Mitglieder enthielt das Bruderschaftsbuch (liber confraternitatis), das der Pfarrer aufbewahrte, wie er auch mit den zwei Brudermeistern das Vermögen der Bruderschaft verwaltete. – Die besondere Verehrung des hl. Sebastian nahm sich die St. Sebastianusbruderschaft zum Ziel, die 1742 von dem Verwalter der Bürresheimschen Burg Anton Elzer als „Zunft der Vogelschützen“ gegründet und 1749 in eine Bruderschaft umgewandelt wurde, nicht zuletzt durch die Bemühungen des Pfarrers Peter Elzer auf Schloss Frentz bei Jülich, eines Bruders des genannten Anton.

 

3. Die St. Michaelskapelle (Frühmesse)

Die St. Michaelskapelle, die Stiftung eines frommen Ritters von Nickenich, ist aus der Erinnerung der Ortseingesessenen gänzlich verschwunden. Nur der Zweck der Stiftung lebt noch in der Straßenbezeichnung „auf der Frühmesse“ und in dem „Frühmessergut“ der Pfarrkirche fort.

Die Kapelle wurde von dem Ritter Siegfried von Nickenich, den uns Urkunden aus den Jahren 1343 und 1346 als erzbischöflich-trierischen Lehensmann nennen, gestiftet, und zwar mit der Bestimmung, dass in ihr „alle Dienstage und Freitage vor Aufgang der Sonne“ eine hl. Messe gelesen werde solle. Damit wird die Bezeichnung „Frühmesse“ verständlich.

Erzbischof Balduin von Trier bestätigte am 5. Mai 1352 die Stiftung und übertrug die Michaelskapelle gleichzeitig der Karthäuserabtei St. Alban, die damit die gleichen Rechte und Pflichten übernehmen musste wie bei der Pfarrkirche. Das genaue Jahr des Kapellenbaues steht nicht fest.

Der „Altar des hl. Michael“ wird erstmalig in der Generalsteuerliste des Trierischen Klerus erwähnt, die unter Erzbischof Balduin (1307-54) angelegt worden ist.

Die Michaelskapelle lag auf dem die Kirche umgebenden Friedhofe neben dem Beinhause – ein solches soll sie ursprünglich selbst gewesen sein – und hatte ein Länge von 23, eine Breite von 13 Fuß; einen Turm besaß sie nicht. Im Jahre 1616 befand sie sich noch in guter baulicher Verfassung, 1695 aber mußte sie gründlich renoviert werden, wozu der Pater Schaffner der Karthause 12 Reichstaler bereitstellte. 1785 war das Gotteshaus bereits ganz baufällig und wird bald darauf abgerissen worden sein. Über die innere Ausstattung der Kapelle erfahren wir nichts mit der Ausnahme, dass sich an ihrem Gewölbe das Doppelwappen des Erzstifts Trier und der Grafen von Virneburg befand.

Vermögensrechtlich war die Michaelskapelle selbständig und unabhängig von der Pfarrkirche, wohl aber hatte der jeweilige Pfarrer als Vertreter der Karthause eine Art Aufsichtsrecht über sie. Über die Entstehung des Kapellenvermögens ist nur wenig zu erfahren. Eine Urkunde des Jahres 1475 berichtet über einen Gartentausch der „Frühmesse“ mit dem Zisterzenserinnenkloster Namedy in der Flur „Eckelsdall“. 1501 stiftete der ehemalige Frühmesser Arnold Simonis mit einigen Grundstücken eine Wochenfrühmesse. Zu Ende des 18. Jahrh. besaß die Frühmesserei ausgedehnte Liegenschaften in Nickenich (u.a. 2640 Weinstöcke), Wassenach, Kretz, Plaidt, Kärlich und Bassenheim, sowie einen Tuffsteinbruch in der Keller Gemarkung; dazu verfügte sie über ein ziemlich beträchtliches Kapital, das zinsbar angelegt war.

Die Feier des Gottersdienstes in der Kapelle lag einem besonderen Geistlichen, dem sog. Frühmesser (primissarius), ob. Er wurde von der Karthause ernannt und besoldet, mußte aber von seinem Gehalte stiftungsgemäß die gottesdienstlichen Paramente bestreiten. Der Frühmesser zu Nickenich konnte gleichzeitig Pfarrer eines anderen Ortes sein, wie z.B. der Eicher Pfarrer Heinrich Alter aus St. Vith, der auch in der Michaelskapelle seine letzte Ruhestätte fand. (+15. Dez. 1632)* Einige der Frühmesser verwalteten die Filiale Wassenach mit, wie schon oben erwähnt wurde.

Die Wohnung des Frühmessers lag „zwischen dem öffentlichen Wege und dem Beinhause bei dem Friedhofe“, also wohl auf der heutigen „Hohl“; dazu gehörte ein Garten, der sich

*Hier war auch der Burgverwalter Joh. Friedr. Strasser aus Cochem beerdigt (+Oktober 1629).

bis zum Obstgarten des Pfarrers“ erstreckte. Das Haus, aus Tuffsteinen erbaut, war zu Ende des 17. Jahrh. baufällig und nicht mehr bewohnbar. Die Frage, wer zum Neubau verpflichtet sei, führte zu einem langwierigen Streite zwischen der Karthause, der Gemeinde und dem Frühmesser. Über die Entscheidung des Streites versagen die Quellen; nur mag die Notiz verzeichnet sein, dass sich 1683 einige reiche Nickenicher Bürger bereit erklärten, aus eigenen Mitteln den Neubau zu übernehmen, wenn die Karthause auf ihr Patronatsrecht verzichte.

 

4. Die Verehrung des hl. Arnulfus in der Pfarrkirche zu Nickenich

Noch wen ige Jahgre vor dem Weltkriege war, besonders an den Kirmestagen, die Pfarrkirche zu Nickenich alljährlich das Ziel frommer Pilger. Ihr Besuch galt den in ihr bewahrten Reliquien des Kirchenpagtrons, des hl. Bischof Arnulf von Metz, dessen Fürbitte sie erflehten gegen Bißverletzungen durch wütende Hunde und Katzen sowie gegen Kopfübel jeder Art. Die Gläubigen setzten damit einen alten Brauch fort, der sich in seinen Anfängen bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen läßt.

Der hl. Arnulf war der Sproß eines fränkischen (austrasischen) Fürstengeschlechtes, das zu den Ahnen der Karolinger gehörte. Zuerst verheiratet und Vater zweier Söhne, wählte er später mit seiner Gemahlin den geistlichen Beruf und wurde 614 Bichof von Metz. In dieser Stellung war er der einflussreichste Beratet des fränkischen Königs Dagobert I. (623-39), bis er sich 629 in die Einsamkeit des Klosters Remiremont zurückzog, um hier am 16. August des Jahres 641 sein Leben zu beschließen. In der Abtei St. Arnulf bei Metz fand er seine letzte Ruhestätte.

Wie es gekommen ist, dass der hl. Arnulfus an Stelle des hl. Maximin Patron der Pfarrkirche zu Nickenich geworden ist, läßt sich nur vermuten. Vielleicht ist es unter dem Einflusse der Abtei Maria Laach geschehen. Die Abtei st. Arnulf bei Metz besaß nämlich früher (seit 875) Güter in Neef a.d. Mosel, die um 1139 an Kloster Laach übergingen, und in dem Neef benachbarten Orte Eller wurde der Heilige gleichfalls verehrt. Möglicherweise ist der Wechsel des Patronats durch den Laacher Abt Johann Winkelin von Nickenich (1328-33) veranlaßt worden. Wie dem auch sein mag, sicher ist, dass der hl. Arnulfus schon im Jahre 1354 zu Nickenich verehrt worden ist. Denn am 28. April 1354 verleihen 15 Bischöfe von Avignon aus den Gläubiben, welche die Reliquien des Heiligen zu Nickenich verehren, einen Ablaß von 40 Tagen. Im Jahre 1430 besteht schon die Arnulfusbruderschaft zu Nickenich und der Arnulfusaltar wird bald darauf (1440) erwähnt.

War schon das Grab des hl. Bischofs in Metz durch viele Wunderheilungen ausgezeichnet, so verstehen wir es, dass auch die in Nickenich befindlichen Reliquien des Heiligen sich hoher Verehrung erfreuten. Die dem Wunderglauben sehr ergebene Volksseele setzte ein größeres Vertrauen auf die Fürbitte des hl. Arnulfus als auf die Mittelchen, die man sonst gegen Hundsbiß empfahl und anwandte. So legte man z.B. um 1220 dem Gebissenen das noch warme Fleisch eines geschlachteten jungen Hundes aufs Haupt, um dadurch die Heilung herbeizuführen. Rezepte des 16. Jahrh. empfehlen Krebse mit Wein, Maiwürmer mit Bier, Johanniswürmer mit Bier und Butter gegen Tollwut. Noch zu Ende des 18. Jahrhunderts (1779) wird folgendes „tolle“ Rezept gepriesen: Man nimmt nach dem Biß sobald als möglich einen Hering, schneidet denselben auseinander, legt die inwendige Seite auf die Wunde und gibt dem Verwundeten Ruß aus dem Schornstein, einen Dukaten schwer, alle 4-5 Stund. Erst wenige Jahrzehnte sind verflossen, seitdem der Forscher Pasteur durch ein aus dem Rückenmark eines tollwutkranken Kaninchens hergestelltes Serum ein wirksames Heilmittel gegen die Tollwut geschaffen hat.

Die Hauptgründe für die Ausdehnung der Arnulfusverehrung in Nickenich waren der Ruf der Wunderkraft der Reliquien und die Unterstützung des Kultus seitens der geistlichen Oberen durch Ablassverleihungen und Stiftungen. Die ersten Nachrichten über den Ruf von Wunderheilungen zu Nickenich rühren aus dem 16. Jahrh. In den Andernacher Hospitalrechnungen fand sich folgende Notiz: „1594, Mai 14. seint des Hospitals Schweingen von einem wütenden Hundt beschädiget; dieselben uff Nickenich geschickt, daselbst zum Opfer geben 8 Albus“. Dieser Wunderglaube muss im Erzstift weit verbreitet gewesen sein, sendet doch der Trierische Erzbischof Johann Hugo von Orsbeck im Jahre 1679 eigens zwei Jesuiten nach Nickenich, um die Tatsächlichkeit der Wunder zu untersuchen und die Echtheit der Reliquien zu prüfen. Das Ergebnis scheint günstig gewesen zu sein, denn der damalige Archidiakon von Trier, Heinrich Ferdinand von der Leyen zu Nickenich, schenkte kurz darauf der Kirche zur Förderung der Arnulfusverehrung eine kupferne, versilberte Arnulfusstatue, die noch heute vorhanden ist. Ebenso aufzufassen ist die 1683 erfolgte Stiftung eines feierlichen Hochamtes auf St. Arnulfustag durch den Trierer Weihbischof M. H. Burmann. Im Jahre 1754 wurde die Arnulfusverehrung zu Nickenich von Rom anerkannt, Auf Antrag des Pfarrers Matthias Haud aus Trier verlieh Papst Benedikt XIV. den Angehörigen der Arnulfusbruderschaft einen vollkommenen Ablasss sowohl am Tage ihrer Aufnahme wie in der Todesstunde.

Durch diese Unterstützung seitens der kirchlichen Oberen nahm die Verehrung des Heiligen immer weiteren Aufschwung. Geschlossene Prozessionen nach Nickenich kamen von Andernach am Donnerstag, nach Weißen Sonntag, von Eich und Wassenach am 1. Mai, von Kruft in der Bittwoche. Solche aus anderen Orten dürften besonders um das Fest des hl. Bischofs selbst gekommen sein. Pfarrer Haud teilt mit, dass zu seiner Zeit jährlich in den Tagen vom 14. – 18. August an 3000 Pilger zu den hl. Reliquien gewallfahrtet seien. Sie alle empfingen zu Nickenich die hl. Sakramente und opferten Gaben in Geld, Wachs und Getreide. Zur Aufnahme des letzteren war am Pfarrhause ein Bottich aufgestellt. Um den kirchlichen Funktionen während der Wallfahrtstage genügen zu können, zog der Pfarrer zur Aushilfe heran zwei Karmeliterpatres aus Tönisstein, zwei Franziskaner und einen Minoriten aus Andernach, zwei Benediktiner aus Maria Laach, endlich noch Weltgeistliche aus den Nachbarorten.

Die Feier selbst wurde mit einer Festpredigt am Tage zuvor eröffnet. Eine zweite fand am Tage selbst nach dem Gottesdienste statt, und zwar auf dem Friedhofe, da die damalige Kirche die Gläubigen nicht alle fassen konnte. Daran schloss sich eine Prozession durch den Ort, bei der ursprünglich Mädchen, später Knaben die oben erwähnte Arnulfusstatue trugen. Danach wurden die hl. Reliquien zur Verehrung ausgesetzt.

Die Feier des Patroziniums gestaltete sich dann zu einem regelrechten Volksfeste. Buden aller Art, vorwiegend natürlich solche mit Devotionalien, waren aufgestellt und erfreuten sich lebhaften Zuspruches. Größeren hatten vielleicht noch die Schankbuden der von der Leyenschen und von Bürresheimschen Hofleute (Schultheißen), die an diesen Tagen das alleinige Recht hatten, Wein Nickenicher Wachstums – er mag recht sauer gewesen sein – auszuschenken („Bannzapf“). Schon im Jahre 1497 wird urkundlich berichtet, dass sich viele Andernacher „uff sant Arnolfs Tag uff Nickenicher Kirmes“ befanden und sich bei verschiedenen „Halben“ Weines sehr gut unterhielten. –

 

Hauptweh Dollsucht, Raerey

Mache daß weit von uns sey, Arnolphe“.

 

So lautete eine Strophe des Hymnus, den die Pilger zu Ehren des hl. Arnulfus sangen. In den Jahren 1753 – 72 sind über 300 Bissverletzte nach Nickenich gekommen, um Heilung zu erlangen, die ein von Pfarrer Haud angelegtes Verzeichnis alle namentlich aufzählt. Es waren Leute jeden Standes, die in den heutigen Regierungsbezirken Köln, Trier und Koblenz beheimatet waren. Für die Bissverletzten gab es genaue Vorschriften. Nachdem sie die hl. Sakramente empfangen hatten, wurden ihre Wunden gesegnet und dem Verletzten die Reliquienpartikel zum Kusse gereicht, dem Kopfleidenden eine Mitra (Bischofsmütze) aufs Haupt gesetzt. Außerdem waren alle Kranken zu einer Novene verpflichtet. Neun Tage lang mussten sie täglich neun Vaterunser, neun Ave Maria und fünfmal das Glaubensbekenntnis beten. Die Bissverletzten mussten täglich ihre Wunden auswaschen, alle während dieser Zeit etwas gesegnetes Brot, Salz und Wasser genießen. Bei Unterbrechung der Novene war eine neue notwendig. Bei Kindern wurden diese Verpflichtungen von den Eltern übernommen. Zum Andenken an diese Wallfahrt erhielt jeder Pilger einen gedruckten Zettel mit dem kurzen Gebet: „Hl. Bischof Arnulfus, Bitt für uns, daß wir befreiet werden von Raserey, Dollsucht und Hauptweh“ und dem Vermerk „Hat angerührt die hl. Reliquien in der Pfarrkirche zu Nickenich“. Bei wutkrankem Vieh bestand die Vorschrift, dass gesegnetes Salz und Wasser ins Futter gemischt wurde.

Durch die Fürbitte des hl. Arnulfus sollen in Nickenich eine Reihe von Wunderheilungen geschehen sein. Dankbriefe für erlangte Heilungen schreiben an den Pfarrer von Nickenich die Baronesse Maria Anna Kolb von Wassenach (1755), der Kaplan Faber von Kobern (1769) und der Bürger Hammerstein von Bernkastel (1767). Von Podagra erklärte sich für geheilt der Laacher Mönch Franz Wilhelm: der hl. Arnulf habe ihm dadurch das Halten der Festpredigt in Nickenich möglich gemacht (1773). Zwei Nickenicher Teilnehmer am siebenjährigen Kriege gegen Friedrich den Großen (1756-63) erklärten, ihr Überleben nur dem Schutz des hl. Arnulfus zu verdanken zu haben, dessen Schutz sie in den Schlachten deutlich empfunden hätten. Von zwei Jünglingen aus Bremm a.d. Mosel, die von einem tollen Hunde gebissen worden waren, ging der eine nach Nickenich, der andere nach St. Hubert (i.d. Ardennen). Zurückgekehrt, tauschten sie ihre Gedanken aus und ersterer meinte, es sei ihm leid, nicht auch nach St. Hubert gegangen zu sein, zu Nickenich habe er kein Vertrauen. Er unterließ die Novene und starb bald (1758). Ähnliche Fälle werden erzählt von zwei Jünglingen aus Gevenich bei Alflen (Kr. Cochem) und zwei Männern, einem Katholiken und einem Protestanten, aus der Grafschaft Wied (1758 und 1765). Das Kloster St. Thomas bei Andernach pflegte jedes Jahr in Nickenich ein Sümmer Korn zu opfern. Als 1753 der Klostermüller die Lieferung vergaß, brachen zwei wütende Jagdhunde in die klösterlichen Herden ein und richteten großen Schaden an. Dem besonderen Schutze des hl. Arnulfus schreibt Pfarrer Haud es endlich zu, dass 1777 in Nickenich der Viehpest nur 157 Stücl Vieh zum Opfer fielen, während in Namedy, Andernach, Weißenthurm, Kettig, Miesenheim und Plaidt fast die ganzen Bestände eingingen.

Kriegszeiten und ihre Folgeerscheinungen setzten der Verehrung des hl. Arnulfus zu Nickenich nicht wenig zu, aber nie verschwand sie ganz. Dank dem Eifer der Nickenicher Pfarrer, des Landdechanten J. Bernardi (1631-58), J.G. Pitzbach (1659-1701), Joh. Steffgen (1701-39) und M. Haud (1753-84), blühte sie immer wieder auf und besteht noch fort bis auf den heutigen Tag.

Noch heute herrscht zu Nickenich der Glaube, ein tollwütiger Hund könne den Gemeindebann nicht betreten, und in diesem Sinne berichtet eine Volkssage, ein solcher Hund der von Plaidt her auf den Ort zugelaufen kam, sein an der Grenze der Nickenicher Mark wie gebannt stehen geblieben, mehrmals unter furchtbarem Geheul in die Höhe gesprungen, um schließlich verendet zu Boden zu fallen.