Exkursionen

Geschichtsverein Nickenich: Exkursion nach Verdun

Für Sonntag, den 3. April 2017, hat der Geschichtsverein Nickenich eine Busfahrt nach Verdun in Westfrankreich organisiert. Der Ort Verdun steht für eines der blutigsten Kapitel des Ersten Weltkriegs. Ganze Armeen fielen im Kampf um wenige hundert Meter Boden. Bis heute ist das sinnlose Massensterben an den Fronten des Städtchens Verdun, 240 Kilometer vor Paris, ein Symbol für das menschenverachtende Antlitz des Ersten Weltkrieges. Verdun wurde für eine ganze Generation von Franzosen und Deutschen zum Trauma. Das Erbe des Ersten Weltkrieges ist in Verdun noch heute spürbar. Die Abfahrt aus Nickenich ist für 6:00 Uhr morgens vorgesehen (Frühstück unterwegs). Nach der Ankunft in Verdun sind folgende Besichtigungen geplant: Fort Vaux , Museum Mémorial de Verdun mit zerstörten Dorf Fleury-devant-Douaumont, französische nationale Grabstätte "Beinhaus von Douaumont". Nach der Möglichkeit, in Verdun ein Mittagessen einzunehmen und der anschließenden Besichtigung des sog. Siegesdenkmals beginnt die Rückfahrt ab Verdun um 16:30 Uhr. Die Ankunft in Nickenich ist für ca. 20:30 Uhr vorgesehen. Als Experte wird Herr Kurt Knöpfel aus Trier die Exkursion begleiten. Der Fahrtkostenbeitrag beträgt 40 Euro, für die Führungen und Eintrittsgelder sind insgesamt 15 Euro zusätzlich jeweils an Ort und Stelle zu entrichten. Der Vorstand des Geschichtsvereins Nickenich wünscht sich eine rege Beteiligung der interessierten Bürgerinnen und Bürger. Anmeldungen sollten bis spätestens zum 10. März 2017 bei Henry Funk, Hauptstraße 97a, Tel. 02632/83223 erfolgen.

Exkusion nach Mainz am 22. September 2018

Besuch St. Stefan: Chagall-Fenster

Einzigartig in Deutschland sind die Fenster der Stephanskirche, die ab 1978 von Marc Chagall gestaltet wurden, der sie als Beitrag zur jüdisch-deutschen Aussöhnung verstanden wissen wollte. Der damalige Pfarrer von St. Stephan, Monsignore Klaus Mayer, gewann Chagall als Künstler. Bis zu seinem Tod 1985 schuf Chagall insgesamt neun Fenster für den vorderen Teil der Kirche, die biblische Gestalten und Ereignisse vor einem in verschiedenen leuchtenden Blautönen gehaltenen Hintergrund darstellen. Eine der bekanntesten Szenen ist die Versuchung von Adam und Eva im Paradies. Chagall entwarf die Fenster und führte die Schwarzlotmalerei eigenhändig aus. Diese Fenster von St. Stephan sind die letzten Kirchenfenster, die Chagall in seinem Leben schuf. Nach seinem Tod wurde die Arbeit an den restlichen Fenstern in St. Stephan von Charles Marq fortgesetzt, der als Seniorchef des Glasateliers Jacques Simon in Reims 28 Jahre lang mit Marc Chagall zusammengearbeitet hatte.

2014 wurden im New Yorker Auktionshaus Sotheby’s die Entwurfsskizzen versteigert.Drei in verschiedenen Blautönen gehaltene Vorlagen für die Langhausfenster konnten nachträglich von einer privaten Unternehmerstiftung für St. Stephan erworben werden; sie waren 2017 in der Kirche St. Stephan zu besichtigen. Ausgestellt sind nun akurrate Reproduktionen der Skizzen, die Originale befinden sich im Dommuseum.

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