Am 13. September 2017
Burgtorsaal, 19.00 Uhr

Verfolgung und Widerstand gegen den Nationalsozialismus
im heutigen nördlichen Rheinland-Pfalz

Aus Anlass der 75. Wiederkehr der ersten Deportationen von Juden aus Koblenz und Umgebung  im Jahr 1942 „nach dem Osten“ schildert der Vortrag die Verfolgung und den Widerstand in unserer Region. Getreu dem Motto „Nicht irgendwo, sondern hier bei uns“ präsentiert der Referent  Joachim Hennig mit Powerpoint Biografien von Opfern des Nationalsozialismus aus der Pellenz und Umgebung: den vor einigen Jahren verstorbenen jüdischen Tierarzt Dr. Heinz Kahn aus Polch, Willi Lohner und Hans-Clemens Wagner, Anführer der Michaeltruppe aus Bell und Kruft, den Andernacher Edgar Lohner, Mitglied der Jovy-Gruppe, den Mitverschwörer vom 20. Juli 1944 Philipp Freiherr von Boeselager aus Kreuzberg an der Ahr, Lina Lindemann von der Burg Namedy, „Sippenhäftling“ nach ihrem Ehemann General der Artillerie Fritz Lindemann, den Priestern Schulz aus Nickenich und Zilliken aus Wassenach  u.a.m.

Der Referent ist Richter am Oberverwaltungsgericht a.D., Autor mehrerer Bücher zur juristischen Zeitgeschichte und zur Gedenkarbeit sowie engagiert in Vereinen und Gremien zur Gedenkarbeit in Koblenz und überregional in Rheinland-Pfalz.